Schon lange vor Weihnachten kamen bei mir die Anfragen, ob wir in diesem Jahr wieder an Fastnacht mit einer Vorführung dabei sein werden. Die Proben sollten nach den Weihnachtsferien beginnen, denn vor dem Fest ist es sehr schwierig die ganzen „weihnachtlichen“ Termin und noch die Proben unter einem Hut zu bekommen. Bis zum Beginn der Proben hatte ich ausreichend Zeit mir eine geeignete Musik zu suchen, das Outfit, Schrittkombinationen und Choreographie für den Tanz meiner Gruppe zu erarbeiten. Die von uns gewünschte Probezeit musst noch mit der Dienstagabend-Gruppe abgestimmt werden.
Hier noch vielen Dank an Gudruns Frauen. Sie fingen eine Stunde früher mit ihrem Fitnesstraining an, um uns ein Proben zu zivilen Zeiten zu ermöglichen. Danke!
10. Januar: Dienstags, der einzige Tag an dem alle Mitwirkenden frei hatten. war der erste Probetreff.
Von nun an hatten wir sechs Abende, um einen Tanz vorführreif in die Füße zu bekommen. Die erste Probe ging zügig voran. Danach war es nicht mehr ganz so reibungslos. Runde Geburtstage, Krankheit, zu Weihnachten geschenkte Musical-Karten und Volkshochschulkurs für drei Wochen und immer dienstags, ließen das Projekt „Fastnachtstanz“ ins Wanken kommen. Wir brauchten noch einen Tag, um denen, die dienstags nicht konnten, die neu dazugekommenen Passagen zu vermitteln. Wir hatten Glück. Durch Simones Kur war mittwochs eine Stunde in der Halle nicht belegt, so dass wir diese Zeit nutzen konnten. Wer von der Gruppe Zeit hatte, kam dazu. Mit einer Rumpf-Mannschaft eine Choreographie einzuüben, wo die Nebenfrau, Vorderfrau oder Frau in der Dreiergruppe alleine ist, ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Auf alle Fälle war das besser als nichts – da mussten wir durch.
In der ersten Probe war auch das Thema Outfit besprochen worden. Ich hatten im NKD-Prospekt Dirndl mit Seppelhosen, oder Paillettenwesten für Männer gesehen. Nach Durchsicht des Prospekts hatten sich die Frauen für das Dirndl und Seppelhosen entschieden. Gleich am nächsten Tag stand ich im Laden und habe in entsprechenden Größen die Kostüme gekauft. Beim Auspacken der Ware, spätestens beim Anprobierten war klar, wenn die Schmalste von uns gerade mal in Größe L-hineinkommt – was tragen dann die Anderen?. Also alles wieder zurück. Wir ziehen die Paillettenweste an. Mittwochmorgens standen schon drei Frauen aus der Gruppe im NKD und es hingen nur noch zwei Westen in dem Laden. Die Verkäuferin war sehr bemüht, uns in den umliegenden Läden, die noch fehlenden Westen zurücklegen zu lassen. So gelang es uns in Frankenthal, Mutterstadt und Mundenheim die fehlenden Westen zu bekommen.
Zwei flotte schwarze Shirts/Blusen und goldene/silberne Leggings hatte ich im Internet sonntags herausgesucht und per Link an die einzelnen Akteure per Mail weitergeleitet. Sie sollten sich bis zur nächsten Stunde für eine Variante entscheiden. Nachdem alles ausgewählt war, waren im Versandkaufhaus die T-Shirts/ Blusen nicht mehr in alle Größen vorhanden. Schwarze Rollis tun es auch. Die Leggings waren noch verfügbar. Sie wurden zügig geliefert. Sie sahen gut aus – solange wir sie nicht an hatten. Vorteilhaft war was anderes. Also wieder alles zurück. Beim Durchsehen der Fastnachtsartikel im Internet, sind mir die goldenen und silbernen Perücken aufgefallen. Die passen bestimmt gut zu dem Allgemeinbild. Die wurden gleich bestellt.
Schwarze Leggings waren günstig beim Globus im Angebot. Die wurden mitgenommen. Paillettenstoff für die Arm- und Beinstulpen waren der i-Punkt auf dem Ganzen. So konnten wir uns sehen lassen.
Mit unserem Kostüm ist auch unser Tanz perfekter geworden. Stück für Stück. Die letzten zwei Probeeinheiten waren wir wieder komplett, so dass die Gruppe immer sicherer wurden, die Einsätze zu erkennen und in welche Richtung wir uns zu bewegen haben, wo und wie die Arme zu halten sind und mit welchem Fuß zuerst eingesetzt wird.
Damit die Proben nicht ganz so trocken und wir locker an die Sache gehen konnten, gab es an manchen Abenden ein Gläschen mit sprudelnder Flüssigkeit. Denn nur in einer geselligen Atmosphäre und in einer „Wohlfühlumgebung“ kann in so kurzer und später Zeit eine fast perfekte Aufführung erarbeitet werden.
An meinen Frauen noch ein ganz großes Lob. Nur durch die konzentrierte Teamarbeit, sich gegenseitig helfen und aufeinander zugehen war es möglich, sich als Gruppe so darzustellen wie ihr es bei den Tänzen gezeigt habt. Schön dass wir uns kennen – und ich hoffe, noch lange.
PS.: Beim Fastnachtsumzug waren wir auch dabei. Mit dieser Fußtruppe haben wir den 5. Platz und somit einen Getränkegutschein überreicht bekommen. Mit diesen Getränken warten wir nicht bis zu den nächsten Proben. Da treffen wir uns vorher und schmieden Pläne für die nächste „5. Jahreszeit“.